Die soziale Dreigliederung eines gesellschaftlichen Organismus, kurz soziale Dreigliederung genannt, erscheint als die natürliche Grundlage für das Zusammenleben von Menschen in Gesellschaften.

Vorbild ist der natürliche Organismus der Erde, analog der natürliche Organismus des Menschen.

Ein Dreigegliederter sozialer Organismus beschreibt drei, sowohl voneinander unabhängige, als auch Füreinander wirksam tätige Glieder. Ganz anders als ein zentralistisches Gesellschaftssystem einer Gesellschaft nach mechanischem Vorbild mit einem zentralen Motor.

Das Zusammenwirken des Gesamtorganismus und seiner drei Glieder Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben, erfolgt in gemeinsamer Absprache in einem nationalen Rat und nicht mehr zentral durch einen einheitlichen Staat oder eine einzige Führungselite.

Die Dreigliederung fußt auf den universellen Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, wie sie erstmals während der französischen Revolution 1789 formuliert wurden.

Die drei Glieder eines sozialen Organismus sind:

  •  Die Freiheit im Geistesleben; das Bildungswesen, Gesundheitswesen, Wissenschaft, Religion und Kultur umfasst. Die Arbeit gehört als freie Geistige Leistung in das    Geistesleben, genau wie die Produktionsmittel (Kapital).
  • Die Gleichheit im Rechtsleben; das Gesetze, Regeln und Vereinbarungen der Gesellschaft umfasst. Das Rechtsleben wird durch demokratisch gewählte Volksvertreter (Politik) erarbeitet. Für die Arbeitszeit der Menschen werden Obergrenzen demokratisch festgelegt. Ein dynamisches, d.h. nach den Bedürfnissen unterschiedliches Grundeinkommen befreit die Menschen von dem Zwang, ihre Arbeitszeit an den Meistbietenden zu verkaufen.
  • Die Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben; das die Produktion, den Handel und Konsum von Waren und Dienstleistungen umfasst. Ausgerichtet auf den Bedarf der Konsumenten, werden die Absprachen in einem nationalen Wirtschaftsrat getroffen. Das Geld wird durch die Teilnehmer des Wirtschaftslebens vereinbart.